Der Weg einer Freiheit und Heaven Shall Burn im Stadtgarten Erfurt

Die Konzertwochen gehen weiter. Diesmal gab es wüstes Geschrubbe im Erfurter Stadtgarten, wo ich vorher noch nie war, aber feststellen musste, dass es eine ziemlich coole Location ist.

Es war von Anfang an relativ voll, was auch zu erwarten war, da es zumindest  bei einschlägigen Händlern für Konzertkarten nur noch Angebote aus zweiter Hand gab.

Décembre Noir aus Erfurt machten den Anfang. Es war ganz okay, aber mir ein bisschen zu fader Black Metal. Die Songs waren ziemlich lang und ich habe eigentlich nicht geblickt, was die Herren auf musikalischer Ebene von mir wollten, aber das lag vielleicht auch daran, dass Black Metal eigentlich nicht so in meiner Gasse liegt.

Dann war es an „Der Weg Einer Freiheit“ dem Publikum mal so richtig zu zeigen, wo es lang geht. Ich hatte keinen blassen Schimmer, was mich da erwarten würde, aber einige meiner Begleiter waren eigentlich nur wegen DWEF nach Erfurt gefahren. Ja meine Fresse, was ging da ab? Die Herren stehen auf der Bühne und zünden auf einmal mit Vollgas einen ab, dass man gar nicht so richtig wusste, was man machen sollte. Für das erste Lied stand mir für die eine Hälfte der Mund offen und währen der andere konnte ich mir mein Grinsen nicht verkneifen. Was für eine Energie und Spielfreude.!Wieder muss ich zugeben, dass ich keinen Schimmer von Blackmetal habe, aber ich denke mir, dass The Hirsch Effekt so klingen würden, wenn man ihnen auftragen würde, mal Blackmetal zu spielen. Wahnsinnig geil und (leider) der beste Act des Abends!

 

Nach einer recht angenehmen Umbaupause war es dann Zeit für den Headliner, wo ich mich für die ersten paar Lieder ein wenig im Moshpit vergnügt habe, bis ich dann komplett durchnässt war und mich aufs Zuhören verlegte. Ja, HSB hämmert gut rein. Ja, HSB macht geilen Metalcore. Ja, HSB hat auch geile Themen für ihre Lieder. Aber es ist einfach fad. Ich dachte mir ja im Voraus, dass diese Fadheit der Alben beim Konzert irgendwie durch Spielfreude oder Witz aufgehoben würde. Aber dem war leider nicht so. Es fällt schwer das ganze ernst zu nehmen, wenn ständig mit ähnlichen Riffs und Geballer zum Moshen aufgerufen wird. Das ist einfach zu wenig, wenn man in der heutigen Zeit noch beim Metalcore ganz vorne mitmischen will. Schade! Das einzig wirklich richtig gut gelungene waren die Videoeinblendungen auf den LED-Panels, die irgendwelche gesellschaftskritischen Dinge eingeblendet haben, wie eine abstürzende Hindenburg oder marschierende Soldaten.

Daran merkt man aber schon, dass HSB leider nicht an DWEF herankommen konnten und es dazu geführt hat, dass letzteres am nächsten Arbeitstag auch auf Arbeit lief und die Stimmung gut gehoben hat.

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