sebsem

blogito, ergo sum

Wozu gibt es eigentlichen diesen freien Markt? Scheinbar benötigt man den freien Markt, nicht nur zum Handeln, sondern auch um überhaupt erst einmal den Preis einer zu handelnden Ware zu ermitteln.

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Er sitzt in seinem Badezimmer auf dem Boden. Ein verzweifelter Versuch seine sterblichen Überreste leichter entsorgbar zu machen. Viel Planung war nicht in die Herbeiführung seiner derzeitigen Situation geflossen. Er hält einen rostigen Revolver in seinen Händen. Zumindest vermutet er dies. Sowohl die Feuerwaffe als auch seine Extremitäten kann er nicht mehr wahrnehmen. Die Membran wurde schon vor Wochen fertig gestellt. Er streicht über den rauen Stahl und verspürt nichts dabei. Die Membran hält ihn davon ab. Zunächst hatte er gedacht, er könne sie überkommen, durchleiden, ja vielleicht sogar überdauern. Wie naiv dieser Gedanke doch gewesen ist! Doch er ist gewachsen, genau wie der Schleier um seine Sinne. Hierbei hat er leidvoll erfahren müssen, dass es nur einen Ausweg gibt, die Flucht nach vorn. Er richtet sich auf, streckt die Beine nach vorn aus und hebt beide Hände ruhig und besonnen vor sein Gesicht, darin der Revolver.

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Jeder hat sie, diese auf magische Weise immer länger werdende Bank, auf der man die Dinge ablegt, die einem wichtig erscheinen. Leider hat diese Bank eben nicht die Eigenschaft gleich lang zu bleiben, dass die Möglichkeit besteht, die Dinge am anderen Ende einfach herunterpurzeln zu lassen. Stattdessen können sich einfach immer größere und schwerere Projekte auf der unendlichen Bank ansammeln.

Neben einer überfälligen Deload-Woche im Training und einer Steuererklärung hatte sich da auch einiges zum Thema Sparen aufgetürmt. Wie es das Schicksal so wollte, hatten wir neulich eine kleine Reunion vom Studium, wobei einer meiner alten Kollegen, der mittlerweile in Frankfurt bei einer kleinen Finanzklitsche den Untergang des Kapitalismus vorantreibt, auch am Start war. Dabei habe ich ihn mal durch die grüne Brille hindurch gefragt, wie man denn nun sein Geld anlegen solle. Und da kam er mit dem Thema “Indexing” und “ETFs” um die Ecke. Die Idee leuchtete mir, zumindest halbwegs, ziemlich schnell ein. Anstatt auf gewisse Aktien zu setzen, bildet man “einfach” einen Aktienindex nach und wartet, dass der Markt es einfach regelt.

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